Bandsalat

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So einen Wirrwarr hat man besser auf dem Kopf als innen drin!

Bandsalat

Frag´ nach! Aber lieber nicht im Internet. Das Stöbern dort hat bei mir nur noch mehr Sorgen verursacht. Ich habe mich schon halb tot gesehen. Lymphknotenbefall, Heilungschance sinkt rapide, scheiße.
Nach einer sorgenvollen Nacht habe ich mich doch dazu durchgerungen, nochmal ins Krankenhaus zu gehen, um einen Arzt zu fragen wegen den befallenen Lymphknoten. Die Nachricht, das zwei befallen sind, hat mich total runter gezogen. Der Mist war also schon gewandert. Scheiße. Die Dame am Telefon hat mich freundlich an meine Frauenärztin verwiesen, aber ich habe mich in letzter Sekunde doch noch getraut, standhaft zu bleiben, und es hat geklappt! Ich durfte kommen! Das war mein Stolz des Tages 🙂 Ich habe mich nicht abwimmeln lassen!
Glücklicherweise kam sogar die Ärztin zu mir, die mich operiert hat. Eine ganz Nette! Allein das war schon schön. Noch schöner war, dass sie mir ganz viele Ängste genommen hat. „Es waren doch nur zwei Lymphknoten,“ meinte sie „und die Knoten danach waren frei. Das ist doch super. Und man hat an einem Lymphknoten gesehen, dass die Chemo wirkt, das ist doch auch total gut!“. Und die Lymphbahnen sind krebsfrei, das sei doch auch oberklasse. Und überhaupt sei ja jetzt alles rausgeschnippelt und weg. Okay, wenn sie meint….
Dann hat sie mir noch erklärt, dass sie den Schnitt waagerecht gemacht hat und nicht leicht geneigt wegen meinem kleinen Fettpölsterchen oben vorne an der Achsel. Narben würden dazu neigen, sich nach innen zu ziehen, und das würde dann nicht so schön aussehen. Sie hätte vorher nochmal meinen Arm an den Körper gelegt, um zu gucken, wie alles so aussieht. „Es soll ja auch kosmetisch schön werden,“ meinte sie.
Na ja. Die Narbe würde gut verheilen, ich dürfe ihr noch Zeit lassen. Es sei ja schon eine lange Narbe, das brauche Zeit zum Heilen und auch das Gewebe darunter müsse sich beruhigen und wieder stabilisieren.
Jetzt bin ich etwas beruhigter. Toll finde ich die ganze Angelegenheit immer noch nicht, aber es ist halt so, wie es ist.

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